... Am Ende der Qing-Dynastie existierten eine Vielzahl von Arten des Shao Lin Faustkampfes, die damals auch alle tatsächlich praktiziert wurden. Obwohl manche seitdem verloren gegangen sind, haben einige solcher Methoden bis heute überlebt. Dazu gehören unter anderem Xiao Hong, Da Hong, Tong Bei, Pao, Lohan, Qi Xing, Rou und Mei Hua.

 

Während der Republik China (1911-1949), im Jahre 1928, kam das Kloster zwischen die Fronten zweier Kriegsherren und wurde ein weiteres Mal zerstört. Mit wahrhaft verheerenden Ausmaßen. Angeblich brannte das Kloster  40-45 Tage lang. Bis in die fünfziger Jahre blieb es nahezu unverändert.

Unter der kommunistischen Volksrepublik China seit 1949 wurden Kampfkünste verboten. Das Kloster wurde sogar 1966 aufgrund der Kulturrevolution geschlossen. Viele Mönche und andere Kampfkunst Meister verließen damals China. Sie gingen nach Hong Kong und Taiwan, wo sie ihre Künste in größerer Freiheit praktizieren konnten.

 

Unter der Regierung Mao Tse Tung`s wurde an den Sporthochschulen Chinas eine modernisierte Zusammenfassung einiger Stile und Techniken geschaffen. Das moderne Wu Shu, welches jedoch eher eine Sportart und keine Kampfkunst darstellt. 

In den 80er Jahren erkannte die kommunistische Führung das immense Interesse an chinesischen Kampfkünsten im In- und Ausland und ließ das Kloster wieder renovieren.  

 

Heutzutage wird fast ausschließlich modernes Wu Shu als traditionelles Shao Lin Quan Fa verkauft. Dem Laien lässt sich so der Wert des Shao Lin Quan Fa nur schwer erschließen. Traditionelles Shao Lin Quan Fa kann nicht selten nur noch in Taiwan und Hong Kong bzw. in manchen Schulen in Europa und den USA gefunden werden. 

 

 

“Shaolin has become very famous but unfortunately a lot of what is taught is not real Shaolin.

The Buddha said: “Question everything I say. Test it for yourself. Don’t just take my word for it.” This is the  

same with Shaolin. Try it, see it works for you, once you see it working then you can give your full commitment.”  (Yan Lei)